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2027 kommt die digitale Brieftasche
CR Finanzservice | Keine KommentareDas Bundeskabinett hat kürzlich das Digitale-Identitäten-Gesetz (DIdG) auf den Weg gebracht,
mit dem EU-Recht umgesetzt werden soll. Es sieht ab dem 2. Januar 2027 die Einführung einer
digitalen Brieftasche für alle Bürger vor, einer sogenannten EUDI-Wallet. Darin sind dann
Identitätsdaten, Personalausweis oder Führerschein gespeichert.
Die EUDI-Wallet wird auch die Kommunikation zwischen Versicherern und Kunden vereinfachen,
etwa mit einer automatisierten, medienbruchfreien Identitätsprüfung und mit schnelleren,
betrugssichereren Schadensmeldungen. Dadurch müssen zukünftig weniger Dokumente
ausgetauscht werden.
Für den Schutz der sensiblen Daten soll ein strenges Sicherheitsreglement sorgen. Wie die an
der Entwicklung der EUDI-Wallet federführend beteiligte Bundesagentur für
Sprunginnovationen vermeldet, sollen die Daten lokal auf dem Gerät gespeichert und nur nach
aktiver Freigabe geteilt werden können, und zwar nur mit Organisationen, die staatlich
registriert sind. Bei einem Verlust des Geräts könne man die Wallet sperren und auf einem neuen
wieder einrichten.
Nach rund 95.000 Fällen im Vorjahr regulierten die deutschen Versicherer 2025 circa 100.000
Schäden infolge von Wohnungseinbrüchen, wie der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) kürzlich mitteilte. Damit hält ein unseliger Trend an: Bereits seit
2021 (70.000) zeigt die Kurve Jahr für Jahr nach oben. Im längerfristigen Vergleich allerdings
sind die Zahlen noch moderat – von 2011 bis 2016 lagen sie über 150.000, in der Spitze sogar
bei 180.000 Fällen.
Kräftiger stiegen indes die Schadenssummen pro Wohnungseinbruch: 3.850 Euro überwiesen die
Versicherer im Durchschnitt, rund 200 Euro mehr als 2024. In Summe ergab das über 380
Millionen Euro, ein Ausgabenplus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der GDV empfiehlt zur Prävention vor allem mechanische Vorrichtungen: „Einbrecher suchen den
schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut
Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik
standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab.“
